01 Referenzprojekt · Krise und Sicherheit

panic.app: Krisenkommunikation als strukturiertes Lagezentrum

icitech hat panic.app entwickelt – eine Plattform, mit der Unternehmen bei kritischen Ereignissen wie Katastrophen, Bränden oder Sicherheitsvorfällen den Sicherheitsstatus ihrer Belegschaft schnell und strukturiert erfassen können. Das dreischichtige System aus mobilem Mitarbeiterzugang, Web-Kommandopanel für Verantwortliche und SMS-Rückfallkanal macht auf einer einzigen Oberfläche sichtbar, wer in Sicherheit ist, wer Hilfe benötigt und wer noch nicht geantwortet hat – auch dann, wenn die Internetverbindung unterbrochen ist.

panic.app: Krisenkommunikation als strukturiertes Lagezentrum

01Herausforderung

Die eigentliche Herausforderung in der Krise: nicht das Versenden von Nachrichten, sondern das Erstellen eines verlässlichen Lagebilds

Bei Erdbeben, Bränden oder Überschwemmungen besteht das zentrale Problem von Unternehmen nicht darin, ihre Mitarbeitenden zu erreichen. Die eigentliche Schwierigkeit liegt darin, verstreute Anrufe, Messaginggruppen und Tabellenlisten schnell hinter sich zu lassen und ein belastbares Lagebild zu gewinnen. Kann die Frage „Wer ist in Sicherheit, wer ist gefährdet, wer hat noch nicht gemeldet?" nicht strukturiert beantwortet werden, erschwert das die Priorisierung; jede Verzögerung der Gegenmaßnahmen erhöht das operative Risiko direkt. Hinzu kommt, dass Szenarien mit ausgefallener Netzinfrastruktur rein mobilfunkbasierte Kommunikationsmodelle anfällig machen. panic.app adressiert dieses Problem nicht als Alternative zu alltäglichen Messengern, sondern als strukturierte Krisenkommunikationsplattform, die ausschließlich für die schnelle Erfassung des Mitarbeiterstatus bei Vorfällen und Übungen konzipiert ist.

Die eigentliche Herausforderung in der Krise: nicht das Versenden von Nachrichten, sondern das Erstellen eines verlässlichen Lagebilds
Die eigentliche Herausforderung in der Krise: nicht das Versenden von Nachrichten, sondern das Erstellen eines verlässlichen Lagebilds

02Ansatz

Dreikanalige Architektur: Kanalresilienz als zentrales Designprinzip

Die grundlegende Architekturentscheidung von panic.app besteht darin, Krisenkommunikation nicht auf einen einzigen App-Kanal zu reduzieren, sondern als Problem der Kanalresilienz zu behandeln. Die Plattform basiert auf drei sich gegenseitig unterstützenden Schichten: der mobilen App auf Mitarbeiterseite, dem Web-Kommandopanel für Verantwortliche sowie dem SMS-Rückfallkanal für Verbindungsausfälle. Diese Architektur stellt sicher, dass die Kommunikationskette in kritischen Momenten nicht vom Funktionieren eines einzigen Kanals abhängt.

app besteht darin, Krisenkommunikation nicht auf einen einzigen App-Kanal zu reduzieren, sondern als Problem der Kanalresilienz zu behandeln.

Dreikanalige Architektur: Kanalresilienz als zentrales Designprinzip

03Lösung

Strukturierte Statusmeldungen und ein einheitliches Kommandolageblatt

Das zweite zentrale Designprinzip ist das strukturierte Statusmodell anstelle offener Kommunikation. Mitarbeitende melden ihren Zustand mit einem einzigen Tap – etwa „In Sicherheit" oder „Benötige Hilfe". Das Web-Kommandopanel führt diese Rückmeldungen in Echtzeit in Karten- und Listenansichten zusammen und unterscheidet klar zwischen Gemeldeten, Hilfesuchenden und Noch-nicht-Antwortenden. Wird ein Vorfall – Erdbeben, Brand, Sicherheitsbedrohung oder Übung – gestartet, verwaltet das System den gesamten Ablauf von der Benachrichtigung über die Statuserfassung bis zur Priorisierung und Zuweisung über eine einzige Oberfläche. SMS-Rückmeldungen werden im selben Panel konsolidiert, sodass das integrierte Lagebild erhalten bleibt.

Strukturierte Statusmeldungen und ein einheitliches Kommandolageblatt

04Ergebnis

Nachweisbarkeit nach dem Vorfall und Compliance-Unterstützung

panic.app speichert sowohl reale Vorfälle als auch Übungen mit Zeitstempel. Diese Aufzeichnungen stehen für interne Nachbetrachtungen und Compliance-Anforderungen zur Verfügung – etwa im Rahmen von Betriebskontinuitäts- oder Arbeitssicherheitsvorgaben. Unternehmen im DACH-Raum werden zudem die DSGVO-konforme Gestaltung der Standortnutzung berücksichtigen: Die Plattform ist so konzipiert, dass Standortdaten nicht dauerhaft nachverfolgt werden, sondern ausschließlich in dem Moment verarbeitet werden, in dem eine Statusmeldung während eines aktiven Vorfalls oder einer Übung abgesetzt wird. Unternehmens-SSO, Active Directory, HRIS, SMS-Gateway, E-Mail und Sicherheitsalarmsysteme zählen zu den Integrationsbereichen, die für den Plattformanschluss in Betracht kommen; der konkrete Integrationsumfang wird für jede Institution individuell festgelegt.

Nachweisbarkeit nach dem Vorfall und Compliance-Unterstützung

05Ergebnis

Mehrwert für das Unternehmen

Das konkrete Ergebnis von panic.app ist die Überführung verteilter, manueller Krisenkommunikation in einen strukturierten Statuserfassungsprozess mit zentralem Lageblatt. Personal-, Arbeitssicherheits- und Betriebsteams gewinnen in kritischen Situationen das für die Priorisierung benötigte Lagebild schneller und zuverlässiger. Der SMS-Rückfallkanal sichert den Meldefluss auch im ungünstigsten Szenario eines vollständigen Internetausfalls. Darüber hinaus ermöglicht die Plattform, die Krisenvorsorge durch regelmäßige Übungen periodisch zu testen und die Ergebnisse revisionssicher zu dokumentieren.

Mehrwert für das Unternehmen

03 FAQ

Häufig gestellte Fragen

01Ist panic.app nur für Großunternehmen geeignet?

Nein, die Plattform skaliert für Organisationen unterschiedlicher Größe – von kleineren Teams bis hin zu konzernweiten Strukturen mit mehreren Standorten.

02Müssen Mitarbeitende für die App gesondert geschult werden?

Die mobile Oberfläche ist bewusst einfach gehalten, sodass sie ohne zusätzliche Schulung schnell genutzt werden kann. Eine Statusmeldung ist auch in einer Krisensituation mit wenigen Interaktionen absetzbar.

03Wann schaltet der SMS-Rückfallkanal ein?

Bei unterbrochener Internetverbindung wechselt das System automatisch auf den SMS-Kanal, sodass die Kommunikationskontinuität ohne manuellen Eingriff gewahrt bleibt.

04Welche Informationen sehen Verantwortliche in Echtzeit im Web-Panel?

Das Panel zeigt den Sicherheitsstatus der gesamten Belegschaft auf einer Oberfläche – mit klarer Unterscheidung zwischen Gemeldeten, Hilfesuchenden und Noch-nicht-Antwortenden.

05Wie lange werden Vorfallsdaten nach Abschluss eines Ereignisses gespeichert?

Die Plattform archiviert Vorfallsaufzeichnungen zur Unterstützung von Compliance-Anforderungen. Die Aufbewahrungsdauer ist entsprechend den organisationsinternen Vorgaben und gesetzlichen Pflichten konfigurierbar.

06Können mehrere Vorfälle gleichzeitig verwaltet werden?

Ja, das System ist darauf ausgelegt, parallele Vorfälle über voneinander unabhängige Kommandooberflächen zu verfolgen, wobei jedes Ereignis isoliert gesteuert wird.

07Ist eine Integration in bestehende HR- oder Notfallmanagementsysteme möglich?

panic.app kann über API-Unterstützung an vorhandene Unternehmensinfrastruktur angebunden werden. Der Integrationsumfang wird projektspezifisch festgelegt.

08Werden Standortdaten der Mitarbeitenden erfasst?

Die Standortfreigabe ist eine optionale Funktion und kann gemäß der Unternehmensrichtlinie aktiviert oder deaktiviert werden. Die Konfiguration berücksichtigt die geltenden Datenschutzanforderungen.

09Ist die Infrastruktur für hohes gleichzeitiges Aufkommen ausgelegt?

Die Plattform skaliert, um die plötzlichen Lastspitzen zu bewältigen, die in Krisensituationen entstehen; Tausende gleichzeitiger Meldungen können verarbeitet werden.

10Wie lange dauert die Einführung von panic.app?

Der Einführungszeitraum hängt vom Projektumfang ab; Standardbereitstellungen werden erfahrungsgemäß zügig abgeschlossen. Das icitech-Team begleitet die technische Inbetriebnahme.

Diese Geschichte teilen

LinkedIn · WhatsApp